Warum zwei Wochen Arbeit zuerst nichts verändert haben

Ein Betrieb sucht sich ein Layout aus, die Startseite passt, die Farben stimmen. Dann klickt jemand auf einen Beitrag und landet in einer Ansicht, die aussieht wie bei allen anderen. Dieser kleine Bruch hat Tagfalter in den letzten zwei Wochen beschäftigt. Die Arbeit daran hat länger gedauert als gedacht, und der größte Teil davon war von außen tagelang nicht zu sehen.
Zuerst das Fundament, das niemand sieht
Über die Zeit sind vierzehn Layouts entstanden, und in jedem steckte dieselbe Bauweise noch einmal neu. Eine Änderung am Kopfbereich hätte an vierzehn Stellen gemacht werden müssen, mit vierzehn Gelegenheiten, etwas zu übersehen. Die Versuchung war groß, gleich mit dem Sichtbaren anzufangen, weil man das herzeigen kann.
Entschieden wurde anders: erst aufräumen, die gemeinsamen Teile an eine Stelle holen, die Gestaltung jedes Layouts sauber davon trennen, und dabei bewusst nichts am Aussehen ändern. Das Ergebnis sah nach einigen Tagen Arbeit exakt aus wie vorher. Das fühlt sich unbefriedigend an, hat aber alles danach schneller und ruhiger gemacht.
Nach derselben Überlegung wurden auch die dunkle Ansicht von Shop- und Kontoseiten in einem Durchgang durchgesehen, statt immer dann etwas zu richten, wenn jemand eine schlecht lesbare Stelle meldet. Ein paar Meldungen waren der Anlass, die Ursache lag jeweils woanders.
Das Layout reicht jetzt bis in den letzten Winkel
Danach ging es an das, was du siehst: Kopfzeile, Navigation, Fußbereich, die Karten im Blog und die Seiten im Shop richten sich jetzt nach dem Layout, das du gewählt hast. Wer von deiner Startseite in einen Beitrag klickt, bleibt in derselben Welt.
Eine Frage war dabei offen: Sollen alle Layouts dieselben Bausteine bekommen, nur anders eingefärbt, oder eigene? Entschieden wurde für eigene Bausteine dort, wo sie zur Branche gehören. Ein Gastbetrieb braucht Lage und Ausstattung weit oben, eine gestalterische Arbeit lebt von Bildern, ein Magazin von der Reihenfolge der Beiträge. Damit du dich nicht vierzehnmal durchklicken und jedes Mal auf die Vorschau warten musst, zeigt die Auswahl jetzt ein Vorschaubild und zwei Sätze zum Charakter jedes Layouts.
Ein Rundgang statt einer Anleitung
Wer seine Seite zum ersten Mal einrichtet, sieht eine Liste von Einstellungen und weiß nicht, womit anzufangen ist. Bisher war die Antwort darauf eine Nachricht an die Betreuung. Jetzt gibt es einen Rundgang: Er hebt Schritt für Schritt den Bereich hervor, der als Nächstes dran ist, und erklärt in einem Satz, wofür er gut ist. Beim ersten Öffnen startet er von selbst, danach nur noch auf Knopfdruck, damit er nicht lästig wird.
Das Aufwendigste daran waren nicht die Technik, sondern die Texte. Jeder Satz musste ohne Vorwissen verständlich sein, und das in allen deutschen Sprachvarianten. Dazu wurden die Verweise im Fußbereich gruppiert, nach Inhalten, Shop, Konto und Rechtlichem. Vorher standen dort vierzehn Verweise in einer Reihe, was beim Arbeiten mehr Suchen als Finden war.
Was das für dich heißt
Deine Seite wirkt von der Startseite bis zum letzten Produkt wie ein Stück, und die Wahl des Layouts ist schnell getroffen statt lange abgewogen. Wenn du neu anfängst, führt dich der Rundgang durch die Einrichtung, ohne dass du jemanden fragen musst. Und wenn dir ein Layout nach zwei Wochen doch nicht mehr passt, wechselst du es, ohne die Inhalte neu zu bauen. Genau darum geht es: ausprobieren soll leicht bleiben.
Wenn du das selbst sehen willst
Am besten verstehst du so etwas, wenn du es einmal anfasst. Wenn du Tagfalter noch nicht kennst: probier es 7 Tage kostenlos und klick dich in Ruhe durch die Layouts.
Foto: Anna Shvets auf Pexels
